
Als dritte Tochter eines Süditalieners und einer Deutschen wurde ich in Köln geboren, wo ich auch aufwuchs, mein Abitur machte und an der Universität zu Köln studierte. Schon als Kind entdeckte ich meine Leidenschaft für die Malerei. Im Jahr 1999 verkaufte ich erstmals meine Werke und nahm an diversen Ausstellungen in Deutschland und Süditalien teil.
Mit 31 Jahren zog es mich in die wunderschöne Schweiz. Ich lebe und arbeite in Winterthur als freiberufliche Künstlerin sowie als Kunsttherapeutin im eigenen Atelier. Seit 2022 bin ich Mitglied des neu gegründeten Künstlerinnenkollektivs PINK RIDER und seit 2024 Mitglied des Kunstvereins SALZ IN DER SUPPE.
Ich arbeite vorwiegend in Mischtechnik, Kaffee spielt in meinem Atelier eine besondere Rolle - er wird nicht nur getrunken, sondern findet auch seinen Weg auf meine Bilder. Ich nutze verschiedene Materialien wie Papier, Tusche, Marmormehl und Sumpfkalk. Meistens male ich abstrakte Werke, aber auch figurative Motive finden ihren Platz auf meine Leinwand.
Meine Inspiration schöpfe ich aus der Natur, von alten Gemäuern oder auch von eigenen Fotos, die meine Erinnerungen und Gefühle in Bilder verwandeln. Der Beginn eines neuen Bildes entsteht meist durch den zufälligen Lauf der Farbe. Dieser Zufall wird genutzt, aufgebaut, manchmal wieder wieder zerstört, um dann neu geformt zu werden. So erhalten meine Werke eine Vielzahl von verschiedenen Schichten. Gerissene Oberflächen lassen das darunter Liegende erahnen und laden dazu ein, das Verborgene zu entdecken.

MARY LOUISE, 2023 Mischtechnik 120 cm x 100 cm Aus Kaffee, Marmormehl und abgetragenen Strukturen entstand hier ein abstraktes Piratenschiff, das sich wie aus Nebel und Erinnerung formt.
Die Inspiration begann in Irland, bei einem rostigen Kahn namens Mary Louise. Beim Malen verwandelte sich diese Erinnerung in ein Piratenschiff, das nun von Mary, der historischen Piratin Mary Read, gesegelt wird.
Eine Frau, die sich mit Mut und Kampfgeschick gegen die Wellen stemmt, die ihr eigenes Steuer hält, die sich nicht beugen lässt.
Mary Louise steht nun stellvertretend für all jene Frauen, die kämpfen müssen: für ihre Rechte, ihre Freiheit, ihre Stimme. Als ein Symbol für Mut, Widerstandskraft und die Weigerung, unsichtbar zu sein.